Geschichte

Natürlich bin ich mir bewusst, dass es nur Davidswaffen sind, welche die Kunst gegen die Goliathe politischer und wirtschaftlicher Systeme schwingt. Aber: hat nicht David gesiegt?

Klaus Maria Brandauer

Die Landesmusikschule Braunau –

eine Erfolgsgeschichte seit 40 Jahren

Die Landesmusikschule Braunau nahm ihren Betrieb mit dem Schuljahr 1974/75 vorerst als städtische Musikschule mit 12 Lehrkräften auf. Die städtische Musikschule hatte ihren Sitz und einige ihrer Unterrichtsräume im Stadttorturm. Weitere Unterrichtsräume waren in verschiedenen Schulen des Stadtgebiets untergebracht.

Musikschulleiter war der damals erst 24-jährige Wolfgang Simböck, der die Musikschule in den Folgejahren weiter aufbaute und wesentlich prägte. So hatten in der Musikschule Braunau der Jazz- und Rock/Popbereich sowie die Elementare Musikpädagogik von Anbeginn einen hohen Stellenwert.

Mit der Übernahme der städtischen Musikschule Braunau durch das Land Oberösterreich im Jahr 1979 erhielt die Schule die Bezeichnung "Landesmusikschule Braunau". Ein Großteil der Lehrkräfte wurde vom Land Oberösterreich übernommen und in Folge kam es zu einem kontinuierlichen Ausbau des Fächerangebots in Braunau.

Durch das besondere Engagement des Musikschuldirektors Wolfgang Simböck wurden in den Jahren 1979 und 1981 die "braunauer tage neuer musik" ausgerichtet. Konzerte mit international bekannten Künstlern und Ensembles aus den Bereichen Jazz und zeitgenössischer Klassischer Musik boten ein erlesenes Programm, das in seiner Art damals einmalig war. 

Im Zuge von Erweiterungen und um die dislozierten Klassen an einem Unterrichtsort zu vereinen, erwarb die Stadtgemeinde Braunau (sie ist für die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten der Landesmusikschule verantwortlich) im Jahr 1979 den "Stöger-Stadl", der in den darauffolgenden Jahren saniert wurde, sodass am 25. 9. 1985 das neue Musikschulgebäude eröffnet werden konnte. Im selben Jahr erwarb die Stadtgemeinde auch das sogenannte "Stöger-Stöckl", das ebenfalls renoviert wurde und in dem ab dem Schuljahr 1989/90 der Musikunterricht aufgenommen wurde.

In dieser Zeit (ab dem Schuljahr 1985/86) bekam die Landesmusikschule Braunau ihre erste Zweigstelle in Mauerkirchen zugeordnet, in der es einen funktionierenden Unterrichtsbetrieb aufzubauen galt. 

Eine weitere Zweigstelle in Neukirchen/E. nahm ab dem Schuljahr 2002/03 in einem neuen Gebäude ihren Betrieb auf. 

Nach dem Tod des Musikschuleiters Wolfgang Simböck im Jahr 1993 wurde Walter Krenn vorerst mit der interimistischen Leitung der Schule betraut. Ab April 1994 wurde er als Direktor der LMS Braunau bestellt.

Im Jahr 1998 erhielten die OÖ Landesmusikschulen, und damit auch die LMS Braunau, das Öffentlichkeitsrecht nach dem Privatschulgesetz als Anerkennung ihrer pädagogischen Arbeit.

Die LMS Braunau bieten einen umfangreichen Fächerkanon an, der sich über das klassische Instrumentenangebot, Frühmusikalische Erziehung, Musikalisch-rhythmische Ausbildung (Ballett), verschiedene Ergänzungsfächer wie Musikkunde, Ensembles, Kammermusik und Streichorchester erstreckt. Als derzeit einzige Landesmusikschule in OÖ bietet die LMS Braunau zusätzlich die Fächer "Darstellendes Spiel" und "Sprechtechnik" an.

Das vielfältige Engagement der hervorragend ausgebildeten Lehrkräfte zeigt sich in immer neuen Projekten der Schule sowie in der Mitwirkung bei den verschiedensten Spielformationen in der Freizeit. Tagungen, Konzerte und Symposien von überregionaler Ausrichtung vervollständigen das Bild eines aktiven und dem Zeitgeschehen verpflichteten Musikschulgeschehens. In der Vernetzung mit anderen kulturellen Einrichtungen und Aufgaben der Stadt sieht die LMS Braunau ebenfalls ein wichtiges Aufgabengebiet.

Die Landesmusikschule Braunau nahm ab dem Schuljahr 2013/14 im neu renovierten Schloss Ranshofen ihren Unterrichtsbetrieb auf. Erstmals können nun alle SchülerInnen an einem zentralen Ort in einem optimal ausgestatteten Gebäude unterrichtet werden.  

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